SATZUNG DER GESELLSCHAFT FÜR ANGEWANDTE MATHEMATIK UND MECHANIK e.V.

 
§1 Name des Vereins

Der Verein führt den Namen "Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik e.V.“.
Der Sitz des Vereins ist Dresden

 
§2 Zweck des Vereins

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abschnitte "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

(2) Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft. Der Satzungszweck wird verwirklicht z.B. durch die Pflege und Förderung von wissenschaftlicher Arbeit und der internationalen Zusammenarbeit in der Angewandten Mathematik sowie auf allen Teilgebieten der Mechanik und Physik, die zu den Grundlagen der Ingenieurwissenschaften zählen, sowie von Veranstaltungen und Initiieren wissenschaftlicher Tagungen.

(3) Die Erfüllung des Vereinszwecks soll unter Ausschluss jeglichen wirtschaftlichen Erwerbsstrebens ausschließlich und unmittelbar der Förderung der Wissenschaft und damit der Allgemeinheit dienen.

(4) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Vereinszweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 
§3 Tätigkeit des Vereins

(1) Der Verein veranstaltet oder initiiert einmal im Jahr, soweit der Vorstandsrat nicht ein anderes beschließt, eine wissenschaftliche Tagung mit Vorträgen und Aussprachen über Gegenstände der in § 2 bezeichneten Wissenschaftsgebiete.

(2) Das Geschäftsjahr des Vereins beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines jeden Kalenderjahres.

 
§4 Beginn der Mitgliedschaft

(1) Mitglied des Vereins kann ohne Rücksicht auf Staatsangehörigkeit, Wohnsitz oder sonstige Verbindung zu einem einzelnen Staat jede natürliche Person werden, die sich den Zweck des Vereins (§2) zu eigen macht. Das gleiche gilt für Personenzusammenschlüsse jeglicher Art, insbesondere für wissenschaftliche Institute, Gesellschaften und Vereine; sie werden korporative Mitglieder des Vereins. Der Antrag ist an den Vorstandsrat oder an ein Mitglied des Vorstandsrates zu richten.

(2) Ist über die Aufnahme nicht in einer Sitzung des Vorstandsrats beschlossen worden, so führt der Vizesekretär einen Beschluss des Vorstandsrats herbei, indem er den Mitgliedern des Vorstandsrats den Namen des Beitrittswilligen mitteilt. Nach Ablauf von vier Wochen seit Absendung der Mitteilung gilt die Aufnahme als beschlossen, falls ihr nicht ausdrücklich widersprochen wurde. Im Falle eines Widerspruchs führt der Vizesekretär unter Bekanntgabe der Gründe des Widerspruchs einen Beschluss des Vorstandsrats durch schriftliche Abstimmung herbei.

 
§5 Ende der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt oder Ausschluss des Mitglieds.

(2) Jedes Mitglied kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vizesekretär aus dem Verein austreten. Die Pflicht zur Zahlung des Beitrags für das laufende Geschäftsjahr und etwaiger Beitragsrückstände bleibt unberührt.

(3) Der Vorstandsrat kann ein Mitglied bei Vorliegen schwerwiegender Gründe durch einen Beschluss mit Dreiviertelmehrheit aus dem Verein ausschließen. Ist ein Mitglied mit der Beitragsleistung für zwei Jahre im Rückstand, so genügt für einen hierauf gestützten Ausschluss die einfache Mehrheit der Stimmen des Vorstandsrats, falls der Vizesekretär dem Mitglied den Ausschluss zuvor angedroht hat; der Beschluss wird ungültig, wenn das Mitglied binnen sechs Wochen nach Mitteilung des Ausschlusses die fälligen Beiträge nachentrichtet.

 
§6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Jedes Mitglied sowie jede natürliche Person, die einem korporativen Mitglied angehört, hat Zutritt zu allen wissenschaftlichen Tagungen der Gesellschaft.

(2) Jedes Mitglied hat Sitz und Stimme in der Hauptversammlung des Vereins. Das einem korporativen Mitglied zustehende Stimmrecht ist durch einen Delegierten in der Hauptversammlung auszuüben. Ein Delegierter kann das Stimmrecht für höchstens zwei korporative Mitglieder ausüben.

(3) Jedes Mitglied ist verpflichtet, unaufgefordert jährlich den Jahresbeitrag an den Schatzmeister zu entrichten.

 
§7 Vorstandsrat (Zusammensetzung)

(1) Dem Vorstand des Vereins (Vorstandsrat) gehören an

a) der Präsident
b) der Vizepräsident
c) der Sekretär
d) der Vizesekretär
e) der Schatzmeister
f) mindestens fünf, höchstens zwölf weitere, zu wählende Mitglieder

(2) Den Vorsitz im Vorstandsrat führt der Präsident. Der Präsident kann beratende Mitglieder einladen.

(3) Der Präsident, der Sekretär, der Vizesekretär, der Schatzmeister sowie die als solche zu wählenden Mitglieder (Abs. 1 Ziffer f) des Vorstandsrates (ordentliche Mitglieder) werden auf die Dauer von drei Jahren mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Die Amtszeit beginnt mit dem 1. Januar des auf die Wahl folgenden Kalenderjahres.

(4) Vizepräsident ist der jeweilige Präsident nach Ablauf seiner ordentlichen Amtszeit. Die Amtszeit des Vizepräsidenten beträgt drei Jahre. Bei Eintreten einer vorzeitigen Vakanz gilt Abs. 5 Satz 1 entsprechend.

(5) Scheidet ein ordentliches Mitglied des Vorstandsrats vor Ende seiner Amtszeit aus dem Amt aus, so ist für den Rest der Amtszeit eine Neuwahl des freigewordenen Amtes vorzunehmen. Anstelle einer Wahl kann der Vorstandsrat für die Zeit bis zur nächsten Wahl ein Mitglied des Vereins mit der Wahrnehmung der Geschäfte des ausgeschiedenen Mitglieds des Vorstandsrats betrauen.

(6) Bei der Wahl der ordentlichen Mitglieder des Vorstandsrats soll darauf geachtet werden, dass alle durch den Verein geförderten Wissenschaftsgebiete angemessen vertreten sind. Im Hinblick auf die Zielsetzung des Vereins soll eine internationale Zusammensetzung des Vorstandsrats angestrebt werden.

(7) Die Stimmabgabe erfolgt entweder mittels Urnenwahl im Rahmen der Hauptversammlung oder mittels elektronischer Stimmabgabe. Näheres regelt die Wahlordnung.

 
§8 Vorstandsrat (Aufgaben)

(1) der Vorstandsrat beschließt in den allgemeinen Angelegenheiten des Vereins, soweit sie nicht der Hauptversammlung zugewiesen sind, und führt insbesondere Beschlüsse der Hauptversammlung durch.

(2) Mindestens einmal im Jahr, in der Regel im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, tritt der Vorstandsrat zu einer Sitzung zusammen und beschließt insbesondere über die der Hauptversammlung zu unterbreitenden Vorlagen hinsichtlich der Tätigkeit des Vereins und der Wahlen. Im Übrigen fasst der Vorstandsrat seine Beschlüsse im Wege des schriftlichen Umlaufs auf Antrag des Präsidenten oder des Sekretärs. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten.

(3) Falls die Hälfte seiner ordentlichen Mitglieder es fordert, ist der Vorstandsrat durch den Präsidenten zu einer Sitzung einzuberufen.

(4) Der Vorstandsrat kann zur Wahrnehmung besonderer Aufgaben Ausschüsse einsetzen. Für diese Ausschüsse und ihren Vorsitzenden gelten die Bestimmungen des Abs. 2, Satz 2 und 3 sinngemäß.

(5) Mit Zustimmung des Vorstandsrats können sich die in einem Staate wohnhaften Mitglieder des Vereins zu einer Landessektion zusammenschließen. Diese wiederum kann ein nationales Komitee für Angewandte Mathematik und ein nationales Komitee für Mechanik bilden.

 
§9 Präsident, Sekretär, Vizesekretär

(1) Der Präsident und der Vizepräsident bilden den Vorstand des Vereins im Sinne des § 26 BGB. Jeder von ihnen ist zur alleinigen Vertretung berechtigt. Sie leiten die Geschäfte des Vereins.

(2) Der Sekretär führt mit Unterstützung des Vizesekretärs die laufenden Geschäfte des Vereins im Einvernehmen mit dem Präsidenten und nach Maßgabe der Beschlüsse des Vorstandsrats. Er führt Protokoll in den Sitzungen des Vorstandsrats und der Hauptversammlung.

(3) Der Vizesekretär unterstützt den Sekretär und nimmt die mit der Neuaufnahme von Mitgliedern verbundenen Aufgaben wahr.

 
§10 Kassenprüfung

Die Hauptversammlung wählt jährlich auf die Dauer eines Jahres zwei Kassenprüfer, die die Kassenführung prüfen und der Hauptversammlung hierüber Bericht erstatten.

 
§11 Hauptversammlung

(1) Jedes Jahr findet eine ordentliche Hauptversammlung statt, zu der alle Mitglieder durch den Sekretär mindestens einen Monat im Voraus unter Angabe der Tagesordnungspunkte schriftlich einzuladen sind.

(2) Die Hauptversammlung fasst mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen die erforderlichen Beschlüsse über die Tätigkeit des Vereins, vollzieht die Wahlen, gibt dem Vorstandsrat Richtlinien und erteilt Entlastung für das abgelaufene Geschäftsjahr.

(3) Die Hauptversammlung setzt auf den Antrag des Vorstandsratsrats die Höhe des Jahresbeitrags für Einzelmitglieder und korporative Mitglieder fest.

(4) Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden den Mitgliedern vom Sekretär zugänglich gemacht. Sie sind schriftlich niederzulegen und vom Vorsitzenden der Versammlung und dem Protokollführer zu unterzeichnen.

(5) Auf Beschluss des Vorstandsrats oder auf Antrag von mehr als einem Zehntel aller Mitglieder des Vereins hat der Präsident eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen; der Antrag muss Angaben über den Gegenstand der Verhandlung enthalten.

 
§12 Wissenschaftliche Tagung

(1) Mit der ordentlichen Hauptversammlung soll in der Regel eine wissenschaftliche Tagung verbunden werden. Der Vorstandsrat bestimmt Ort und Zeit der wissenschaftlichen Tagung und ernennt einen örtlichen Tagungsleiter. Der örtliche Tagungsleiter legt im Einvernehmen mit dem Präsidenten und dem Sekretär das wissenschaftliche Programm der Tagung fest und lädt die Referenten der Hauptvorträge ein. Zur Teilnahme an der wissenschaftlichen Tagung kann der Vorstandsrat auch nicht dem Verein angehörende Personen oder Vereinigungen einladen.

(2) Der örtliche Tagungsleiter verfasst ein Protokoll über Programm und Verlauf der Tagung. Das Protokoll muss die Namen der Vortragenden und die Titel der Vorträge enthalten; es soll bei den Akten aufbewahrt und nach Möglichkeit veröffentlicht werden.

(3) Anstelle der wissenschaftlichen Tagung gemäß Absatz 1 kann der Vorstandsrat eine wissenschaftliche Tagung initiieren und unterstützen, deren Organisation und Durchführung - einschließlich der Zahlungsabwicklung - durch Dritte erfolgt. Initiiert der Vorstandsrat eine wissenschaftliche Tagung, so ist zwischen dem Vorstandsrat und dem Dritten eine schriftliche Vereinbarung zu treffen, die mindestens Angaben nach Abs. 1, Sätze 2ff. enthält. Durch die Vereinbarung muss sichergestellt werden, dass die Tagung den Vorgaben des §2 Abs. 2, §3 Abs. 1 genügt. §12 Abs. 2 gilt entsprechend. Im Falle, dass der Vorstandsrat eine Tagung initiiert, ist er berechtigt, dem Dritten zur Erfüllung der Aufgaben die personenbezogenen Mitgliederdaten zu übertragen und der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung durch den Dritten mit Wirkung für das Mitglied zuzustimmen. Der Dritte ist nicht berechtigt, die ihm überlassenen Mitgliederdaten zu verändern, zu veröffentlichen oder an Dritte weiterzugeben; nach Beendigung der Veranstaltung sind die Daten unverzüglich zu löschen (Datenschutzvereinbarung). Die Datenschutzvereinbarung ist in die mit dem Dritten abzuschließende Vereinbarung aufzunehmen.

 
§13 Ehrenmitglieder

Die Hauptversammlung kann auf Antrag des Vorstandsrats mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder beschließen, einzelne Personen, die sich um eines der von der Gesellschaft gepflegten Wissensgebiete besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern zu ernennen.

 
§14 Satzungsänderung, Auflösung des Vereins

(1) Eine Änderung dieser Satzung bedarf eines Beschlusses einer ordentlichen Hauptversammlung, der mit mindestens zwei Drittel der Stimmen der anwesenden Mitglieder gefasst wird. Der Wortlaut des Antrages auf Änderung der Satzung ist allen Mitgliedern zusammen mit der Einladung zur Hauptversammlung schriftlich mitzuteilen.

(2) Ein Mitglied kann durch schriftliche Erteilung einer Vollmacht ein anderes Mitglied mit der Ausübung seines Stimmrechts bei der Beschlussfassung über die Satzungsänderung betrauen. Ein Mitglied kann in diesem Fall das Stimmrecht höchstens für ein anderes Mitglied ausüben; §6 Abs. 2 bleibt unberührt.

(3) Bei der Auflösung des Vereins steht den Mitgliedern ein Anspruch auf Beteiligung am Vereinsvermögen oder an einem Liquidationsüberschuss nicht zu; entsprechendes gilt bei Austritt oder Ausschluss eines Mitglieds.

(4) Bei Auflösung oder Aufhebung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für Förderung von Wissenschaften. Über den Zuwendungsempfänger beschließt der Vorstandsrat mit Zweidrittelmehrheit. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.